 Thomas Huber in Tittling
"Im Vakuum der Zeit"
Böhmerwaldglashütte, Museumsdorf Bay. Wald, Tittling
Samstag den 17. April 2010, 20.30 Uhr
Einlaß 19 Uhr
Thomas Huber, Extrembergsteiger
neuer Multivisionsvortrag:
"Im Vakuum der Zeit"
Der Neue Vortrag von Thomas Huber, ab November 09
Die Zeit, die einzig konstante Veränderung in unserem Leben. Die Zeit, wertvoll, Sekunde um Sekunde, von der Geburt bis zum Tod. Die Zeit, unaufhaltsam schreitet sie voran und doch gibt es Momente, wo sie scheinbar stehen bleibt. Jeder Mensch erlebt diese Phase in seiner individuellen Form. Der Moment als Höhepunkt des Lebens: Der Geist, normalerweise "Meilen" voraus, bildet eine Einheit mit dem Körper. In diesem Vakuum der Zeit erlebt man eine Freiheit und Freude die alle Grenzen sprengt.
Thomas Huber sucht und erlebt diese Momente in den Bergen, ebenso wie mit seiner Familie in der Heimat. Diese Gegensätze halten seinen unruhigen Geist in Balance. Auf der Suche nach dem richtigen Weg klettert Thomas über die beeindruckenden Wände der 3 Zinnen, springt mit dem Baseschirm über 600 Meter senkrechte Wände, kämpft in der eisigen Kälte der Antarktis an 700 Meter hohen Granitwänden und sucht im Karakorum ein neues großes Abenteuer. Der Weg zu diesem Glück ist oft steinig. Rückschläge fesseln einen im Tal und man kann die Berge nur von unten betrachten. Aber erst dieser Blickwinkel gibt die Größe und Erhabenheit wieder, und das Licht, das dahinter steht. Mit Leidenschaft und den Glauben an sich selbst, hat Thomas nie aufgegeben, den Weg nach oben fortzusetzten… nur für diesen kurzen Moment, im Vakuum der Zeit zu leben.
Thomas erzählt mit Humor und Freude, mit Bild und Film seine Erlebnisse aus den Dolomiten (Schirm Charme und Magnesia), Antarktis (Endstation Eiszeit) und Karakorum. Seine Abenteuer verbindet das Geheimnis vom "Vakuum der Zeit."
Mehr Infos zu den Projekten: auf www.huberbuam.de/aktuell:
Endstation Eiszeit
Temperaturen von durchschnittlich -30°,minimal -50°,maximal aber schon mal -5° (T-Shirt Wetter), immer wieder Stürme, überraschend unbeständiges Wetter, kein Sonnenuntergang. An diese harten Bedingungen muss man sich erst mal gewöhnen. Aber dann noch eine 750 Meter hohe, vertikale Granitwand anzugehen, wenn möglich sogar in freier Kletterei, ist ein Szenario, das uns voll motiviert, alle Energie und Leidenschaft in das Projekt reinzuhängen.
Im November und Dezember 2008 reisten wir mit dem Schweizer Kollegen Stephan Siegrist für sechs Wochen ins Queen Maud Land inmitten der Antarktis. Wie schon beim Film "Am Limit" begleitete uns der Kameramann Max Reichel aus Bayerisch Gmain, um das Leben und das Klettern an der arktisch kalten Senkrechten hautnah zu dokumentieren.
Im Queen Maud Land ragen, wie nirgendwo sonst in der Antarktis, einzigartige Türme, Pfeiler und Zähne aus dem Eismeer. Diese Nunataks sind nur die Spitze eines Gebirges, dessen höchste Gipfel das kilometerdicke Inlandeis durchstoßen und so spektakuläre Granitberge ausbilden, die wie Raketen in der scheinbar endlosen und weißen Gletscherwüste stehen. Der imposanteste Berg im Queen Maud Land ist ohne jeden Zweifel der 2931 Meter hohe Ulvetanna - eine perfekte Pyramide, die sich nach allen Seiten hin als ein abweisendes, anspruchsvolles Ziel präsentiert. Nicht umsonst gilt der Ulvetanna als der schwierigste Berg der Antarktis.
Neben dem Ulvetanna reizte uns vor allem die noch undurchstiegene Westwand des Holtanna. Ein extremer Bigwall, 750 Meter hoch, im gesamten mehr als nur senkrecht und das ganze in der Kälte der Antarktis.
Sechs Wochen betrug das Zeitfenster, das wir uns für die Reise ins Ungewisse gesetzt hatten. Trotz ausführlicher Recherche und Gesprächen mit Teilnehmern früherer Antarktisexpeditionen, wussten wir bis zur ersten Inspektion der Holtanna-Westwand nicht, ob und wie sich unsere Ambitionen realisieren lassen würden...
Wir kletterten durch die 750 Meter hohe Westwand - doch unsere Freikletterambitionen wurden aufgrund der eisigen Temperaturen zerschlagen. "Es war kalt, sehr kalt, viel härter und schwieriger als gedacht, aber unsere Erstbegehung durch die Westwand wurde trotz dieser extremen Bedingungen ein Juwel: "Eiszeit" 24 Seillängen und Schwierigkeiten bis 7+ und technisch bis A4."
Eine Woche später konnten wir dann doch über den Nordpfeiler die erste freie Besteigung des Holtanna für uns verbuchen. Wenn auch die Schwierigkeiten in einem moderaten Rahmen waren, die Route "Skywalk", 7-, ist an Schönheit nicht zu übertreffen !!!
Anfang Dezember ist dann erst mal das Wetter schlecht geworden. Wir mussten uns in Geduld üben. Warten…warten auf gutes Wetter. Wir hatten noch ein weiteres großes Ziel im Visier….und gegen Ende unserer Antarktis-Expedition hatten wir noch einmal Wetterglück. Wir kletterten in zwei Tagen über den Nordwest-Pfeiler auf den Ulvetanna, ein Wahnsinnsroute. "Die Erstbegehung von "Sound of Silence" 8-/A2 war das Sahnehäubchen der bisher schönsten Expedition in unserer Bergsteigerlaufbahn." Von außen betrachtet haben wir vielleicht unser Ziel, eine schwierige Freikletterei in der Antarktis zu realisieren, nicht zu 100 Prozent erreicht. Aber bei einer Lufttemperatur von -20° wird ein Siebener zum Neuner, ein Neuner wird unmöglich und es war meist sogar noch kälter! Frage nicht! Somit haben wir alles versucht, haben alles geschafft - sind einfach mega glücklich!"
Mit uns, zur selben Zeit war eine sechsköpfige französische Expedition an den Felstürmen Queen Maud Lands unterwegs. Thomas Faucheur, Leiter der Groupe Militaire de Haute Montagne mit seinen Kameraden Lionel, Francois, Didier, Dimitri, und Sebastian. Sie kletterten eine schwierige Route am Nordpfeiler des Holstind. Ihre Erstbegehung: "Choundens Renard" 650 Meter,A2/A3.
ewigen Eis. ter), immer wieder Stürme, überraschend unbeständiges Wetter, kein Sonnenuntergang. An diese harten Bedingungen muss man sich erst mal gewöhnen. Aber dann noch eine 750 Meter hohe, vertikale Granitwand anzugehen, wenn möglich sogar in freier Kletterei, ist ein Szenario, das uns voll motiviert, alle Energie und Schirm, Charme und Magnesia
Es war mein 3. Anlauf das Projekt an den 3 Zinnen zu realisieren. Angefangen 2006 mit Dean Potter, jedoch verletzungsbedingt gescheitert an der letzten Tour: Schweizerführe an der Westlichen Zinne ( 3 Zinnen Jump). 2007 hab ich das Unternehmen wieder durch Verletzungen gehandicapt, auf Eis legen müssen. (Sprung Große Zinne) Nach dieser unsanften Landung hatten Martin Mirzwar ( Kamera) und ich eine einmonatige Zwangspause. 2008 sollte endlich das Jahr werden. Mitte August hatte ich erstmals optimale Vorraussetzungen. Über den Dolomiten baut sich ein stabiles Hochdruckgebiet auf. Mein Plan: Start vor Mitternacht an der Alpenliebe (9) an der Westlichen Zinne, Basejump von der Westlichen Zinne über die Scolatolikante. Weiter über das Phantom der Zinne (9+) zum Gipfel der Großen Zinne. Schnellabstieg mit Fallschirm vom Ringband und zum Einstieg der Ötzi trifft Yeti (8+) an der kleinen Zinne. Das Ziel meiner langen vertikalen Reise, der Gipfel der kleinen Zinne. Alle Routen Rotpunkt, mit unterschiedlichen Sicherungspartnern.
Die Fakten: Insgesamt 1500 Meter Kletterstrecke, aufgeteilt in 48 senkrechte bis überhängende Seillängen im 7 ten, meist 8 ten, und einige im neunten Grad. 5 Seillängen im 3 ten Grad….aber die fallen nicht mehr in´s Gewicht. Mein Team ist wie ich, voll motiviert und enthusiastisch. Peter Gambs, mein Basejump Partner. Er steigt über die Normalwege auf die Westliche und Große Zinne und wird mit mir die beiden Sprünge absolvieren. Peter Anzenberger wird mich in der Nacht an der Alpenliebe sichern. Alexander, mein Bruder und Partner in der Phantom. Martin Kopfsguter, mein Begleiter an der kleinen Zinne. 15. August, 22.30 Uhr. Ich starte mit Peter Anzenberger an der Alpenliebe: " Alles läuft perfekt, wir sind schnell, kann alles Rotpunkt klettern, bis… gegen Ende der Schlüsselseillänge (10. SL/9) wird es
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